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Thema: BEAN - DOODLE aus Zucht entlassen!

  1. #1
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    Heart19 BEAN - DOODLE aus Zucht entlassen!




    Information über den Hund:
    Name: Bean
    Rasse:
    Doodle
    Geschlecht:
    männlich
    Alter:
    15.09.17
    Kastriert: ja
    Rückenhöhe:
    Gewicht:

    Dieser Hund wurde mit gültigen europäischen TRACESPAPIEREN verbracht!

    Tierärztliche Grundversorgung:
    geimpft, gechipt, EU Pass, Wurmkur, Flohprophylaxe, siehe Kastration, tierärztlich in der Pflegezeit versorgt.

    Aktuelle Situation:
    PLZ: 671..
    Pflegefamilie:
    Ja

    Kontakt:
    Bitte füllen Sie bei Intresse unverbindlich den Bewerbungsbogen für diesen Notfall aus. Sie finden ihn auf unserer Webseite:
    http://www.retriever-in-not.de/notfaelle.html
    Die Rechte an den Bilder in diesem Tagebuch liegen bei Retriever in Not e.V., dem Tierheim Bratislava und der jeweiligen Pflegestelle.

  2. #2
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    Standard

    So vermitteln wir unsere Hunde...

    Seien Sie sich ihrer Verantwortung bewusst, wenn Sie sich für einen Hund entscheiden. Diese Verantwortung tragen Sie eine lange Zeit. Der Unterhalt eines Hundes kostet viel Geld. Angefangen von der Grundausstattung von Körbchen, Halsband, Leine, über Spielzeug bis zu Hundeschule, Tierarzt, Futter und vielem mehr.

    Haben Sie jeden Tag die Zeit, die ein Hund braucht, um sich richtig zu entwickeln? Bekommt der Hund genügend Auslauf? Und wo bleibt ihr Familienmitglied in ihrer Urlaubszeit? Hat ein Hund auch den richtigen Stellenwert in Ihrer Familie?

    Zu viele Hunde sitzen im Tierheim oder werden unter den unmöglichsten Vorwänden abgegeben. Ein Wechsel in eine neue Familie, mit anschließendem Zurück, möchten wir unseren Hunden im Vorfeld ersparen.
    Seien Sie sich auch bewusst, dass Sie bei uns nicht den Traumhund für kleines Geld kaufen können. Unsere Schützlinge sind genetische und gesundheitliche Wundertüten, die fast ausschließlich aus unkontrollierten Zuchten, mit schlechten Haltungebedingungen stammen. Die Liebe zum Tier steht bei unseren Vermittlungen absolut im Vordergrund.

    Bevor Sie von uns einen Hund vermittelt bekommen, müssen schon viele Faktoren gut zusammen passen.

    Bedenken Sie, dass es sich bei unseren Hunden um Notfallhunde handelt, das möchten wir immer wieder betonen, es sind Notfälle!!! Wir vermitteln entlassene Hunde aus Qualzuchten oder schlechten Haltungen und Hunde, die aus einer Notsituation abgegeben werden. Selten sind es Welpen oder Traumhunde, die von einer Familie in die andere wechseln. Unsere Hunde bedürfen oft einer Pflege oder Sozialisierung.

    Sie sind oft nicht stubenrein, nicht leinenführig, krank oder nicht erzogen. Jeder, der von Retriever in Not einen Hund anvertraut bekommen hat, weiß wovon wir sprechen. Es hat aber auch etwas Positives, die Zuchthunde sind sehr liebe Hunde und sie sind alle sehr dankbar, wenn man ihnen die richtige Pflege, Verständnis und Liebe entgegenbringt.

    Wir arbeiten immer mit einem Kontaktbesuch im Voraus, weil wir gerne wissen möchten, wo unsere Hunde ein neues Zuhause finden werden.
    Nach einem positiven Verlauf dieses Besuchs dürfen Sie den Hund in seiner Pflegestelle besuchen und können ihn bei gegenseitiger Sympathie gleich mit zu sich nach Hause nehmen. Dazu wird Ihnen der Tierschutzvertrag ausgehändigt. Der Tierschutzbeitrag ist sofort bei Übergabe des Hundes in bar zu zahlen.

    Der von uns erhobene Tierschutzbeitrag deckt in der Regel die in Deutschland üblichen Kosten für Impfen, Wurmkur, Chippen und Kastration nicht ab.

    Sollte der Hund nicht kastriert sein, bekommen Sie eine Kastrationsauflage. Auf diese Weise möchten wir sicherstellen, dass mit unseren Hunden nicht weiter vermehrt wird.

    Unsere Hunde sind alle geimpft und gechipt, viele kastriert, aber sie sind nicht HD geröntgt und haben keine Zuchtpapiere.
    Wir klären in einem persönlichen Gespräch über uns bekannte Krankheiten auf, können aber keine Gesundheitsgarantie auf den Hund geben. Machen Sie sich also vor einer Bewerbung klar, dass u.U. Tierarztkosten auf Sie zukommen können.

  3. #3
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    Warning

    Corona - Unser Verein braucht dringend Eure Hilfe!!!!

    Der Coronavirus hat die Wirtschaft und die Tierschutzarbeit in Europa stark eingeschränkt. In den Medien werden wir den ganzen Tag über den Coronavirus informiert und sensibilisiert. Jeder ist aufgerufen, das Infektionsrisiko zu minimieren. Stündlich prasseln neue Nachrichten ein.

    Es besteht ein Reiseverbot, die Grenzen sind geschlossen und wir spüren die negativen Auswirkungen täglich mehr in unserer Vereinsarbeit.

    Bei Retriever in Not e.V. herrscht ein Aufnahmestopp, da wir für neu aufgenommene Hunde eine tierärztliche Versorgung nicht mehr gewährleisten können. Wir können den Pflegestellen zur Zeit nur noch für eine lebensbedrohliche tierärztliche Versorgung das OK geben.

    Seit längerer Zeit sind die Tierarztkosten enorm gestiegen, sodass sich die Kosten mit der Tierschutzgebühr nicht mehr decken. Als Folge davon konnten wir in den letzten Monaten nach dem Kauf unseres neuen Transporters keine Reserven mehr aufbauen.

    Unser Tierschutzverein befindet sich in einer sehr schweren Situation und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Wir sind auf Euer Verständnis, euren Optimismus, Engagement und vor allen auf Eure Spendenbereitschaft angewiesen, um jetzt und nach der Krise den Retrievern und Zuchthunden weiterhin zu helfen.

    Spendenquittungen für Geldspenden können zeitnah ausgestellt werden. Email an: info@retriever-in-not.de



    Der Vorstand vor Retriever in Not e.V.



    Spendenkonto:

    Retriever in Not e.V.
    Postbank Hamburg
    Blz. 20010020
    Konto: 985620205
    IBAN: DE55 200 100 200 985 620 205
    BIC: PBNKDEFF

  4. #4
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    Profil:

  5. #5
    Avatar von Pflegestelle
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    Heart32

    Seit einer Woche haben wir einen neuen Mitbewohner namens Bean. Man kann sich kaum vorstellen, wie überaus ängstlich dieses schwarze Männlein hier ankam. Es war für uns eine ganz neue Erfahrung, mit einem so eingeschüchterten Wesen umzugehen, ohne es noch mehr in die Enge zu treiben. Tag für Tag überlegten wir, was wir ihm zumuten konnten.



    Nach einer Woche sind nun doch einige Fortschritte zu verzeichnen. Nachdem Bean zwei Tage fast ausschließlich in seiner Box verbrachte, wagt er sich jetzt schon etwas weiter vor und dreht so einige Runden im Wohnzimmer. Heute stand er dann schon mal in der Küchentür und schaute mir bei meiner Arbeit zu. Ich darf ihn nur aus den Augenwinkeln beobachten, denn sobald ich mich umdrehe und ihn ansehe, nimmt er Reißaus. Jedoch er zeigt mittlerweile Neugierde, die ihn dazu bewegt, sich wieder zu nähern, um das Geschehen in der Küche weiter zu verfolgen.

    Streicheln lässt sich Bean noch nicht, solange er frei im Zimmer umhergeht. Aber sobald er in seiner Box sitzt, darf man ihn behutsam berühren, ohne dass er sich wie anfangs fluchtartig in die andere Ecke seiner Box zurückzieht.



    Ganz vorsichtig nimmt er nun schon Leckerlis, die wir ihm anfangs durch die Gitterstäbe reichten. Jetzt holt er sich diese bei geöffneter Box aus der flachen Hand. So mutig ist unser Bean schon geworden!!!!

    Große Probleme bereitet es ihm noch, nach draußen zu gehen. Wir schieben ihn mit seiner Box an die offene Terrassentür und freuen uns, wenn er sich auf der Terrasse einige Leckerlis holt, um dann aber möglichst schnell wieder in Richtung seiner Box zu gehen. Vielleicht schaffen wir es, ihn in der nächsten Woche einmal auf den Rasen zu bringen.

    Noch etwas ganz Besonderes ereignete sich heute: Zum ersten Mal legte sich Bean außerhalb seiner Box entspannt auf dem Boden ab.



    Weil Bean noch so schreckhaft ist, lassen wir zu seiner und unserer Sicherheit augenblicklich die Hausleine noch an seinem Hundegeschirr.


  6. #6
    Avatar von Pflegestelle
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    Wir backen kleine Brötchen, d.h. es geht jeden Tag einen klitzekleinen Schritt vorwärts mit Beans Entwicklung. Der hübsche Schwarze muss für alles, was er tut, seinen gaaaaanzen Muuuuut mobilisieren, aber er macht das prima.

    Wenn wir sein Fressen gerichtet haben, bleibt er zunächst noch eine ganze Zeit liegen, um sich zu vergewissern, dass "die Luft rein" ist. Erst dann macht er sich auf den Weg zu seinem Napf. Dass er hungrig ist, merkt man daran, weil er alles fein säuberlich auffrisst.





    Nach dem Fressen legt er sich ganz in der Nähe seiner Box ab. Hinein kann er jetzt erst mal nicht, weil in der Zwischenzeit die Tür der Box geschlossen wurde.
    Diese Tatsache beängstigt ihn aber keines Falls mehr, sondern spornt ihn an, weitere Runden durch das Zimmer zu drehen.








    Ein weiterer Entwicklungsschritt zeigte sich gestern. Bisher stellten wir ihm seinen Wassernapf neben oder in seine Box. Aber weil dieser gestern noch in der Küche stand, machte sich unser Böhnchen doch tatsächlich auf, um dort seinen Durst zu stillen.





  7. #7
    Avatar von Pflegestelle
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    Zwei Schritte vor und einen zurück

    Heute ist Bean seit vierzehn Tagen bei uns. Das schwarze Männlein selbst befindet sich ständig in einem Wechselbad der Gefühle und wir hier im Hause manchmal nicht minder. Immer wieder gibt es Neues zu beoabchten, was sich unser Angstbübchen traut und wir selbst haben damit ganz viel Hoffnung, dass sich alles zum Guten wendet.

    Am Freitag aber machte ich mir ernsthaft Sorgen, ob nun alles bisherige Vorwärtskommen zunichte sei. Bean wagte sich nicht aus seiner Box, selbst beim Fressen blieb er so nahe an der Boxtür stehen, dass man sie nicht zumachen konnte.
    Wenn man versuchte, an seiner Leine zu ziehen, wurde er ganz aufgeregt und wich zurück. Ich war den Tränen nahe, weil ich unserem Böhnchen gar nicht helfen konnte.

    Schweren Herzens wartete ich den Samstag ab. BEAN HAT UNS FÜR ALLE SORGEN ENTSCHÄDIGT!!!!!!!!

    Vielleicht ist meine Sichtweise ja von weit hergeholt, aber heute denke ich, dass er diesen "Ruhetag" nochmals gebraucht hat, um seine inneren Kräfte zu mobilisieren.
    Zum ersten Mal setzte er sich gestern nach dem Fressen auf den Teppich und ließ sich streicheln. Er ließ dabei aber nicht nur eine kurze Berührung am Kopf zu, sondern man durfte ihm mit der Hand über den ganzen Rücken streifen.
    Wie ein Lämmlein blieb unser Böhnchen ganz ruhig sitzen und seine Augen schienen ausdrücken, es darf gerne etwas meeeehhhhhrrrr sein. Wahrscheinlich ist dieses Glücksgefühl für Menschen, die noch nie so ein ängstliches Tier hatten, schwer nachvollziehbar, mein Mann und ich schwebten hier auf Wolken.







    Und heute, am Sonntag, war unser schwarzes Bübchen gleichermaßen empfänglich für Streicheleinheiten. Wie schön wäre es, wenn die dunkle Seite seiner Vorgeschichte nach und nach ausgelöscht werden könnte, er mit Händen nur noch positive Erfahrungen in Verbindung bringen würde und sanfte Berührungen seine Seele heilen würden.





  8. #8
    Avatar von Pflegestelle
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    Wieder ist eine Woche vergangen. Heute machte uns Bean ein wunderbares Adventsgeschenk. Zum allerersten Mal wagte unser Böhnchen sich freiwillig auf die Terrasse. Nun ja, ganz so freiwillig war es nicht, aber immerhin halfen uns viele schmackhafte Leckerlis zu diesem Erfolg. Schon oft hatten wir diese Taktik versucht, aber kaum wurde die Terrassentür geöffnet, zog sich unser schwarzer Liebling in die hinterste Ecke des Zimmers zurück. Heute jedoch konnte Bean seine große Schwellenangst überwinden!!!! Welch ein großer Schritt in seiner Entwicklung!!!!!


    https://youtu.be/HTOtCzhuBr8


    https://youtu.be/1-gvf01aqPw



    Und noch ein großes Wunder ereignete sich diese Woche. Die Box, in der Bean immer wieder Schutz suchte, kann ad acta gelegt werden.

    Wenn unser Böhnchen am Abend unruhig wurde, öffneten wir die Box, damit er die Nacht darin verbringen konnte. Aber am Mittwochabend schaute der schöne Schwarze nur noch einmal kurz hinein, lief ein paar Mal daran vorbei, bis ich ihm seine Decke herausholte und sie in seiner Lieblingsecke platzierte.

    Ein für ihn bereitgestelltes Körbchen nutzt er noch nicht, deshalb können seine beiden Pflegegeschwister ab und zu darin Probe liegen.

    Allen Lesern wünschen wir einen gemütlichen Adventssonntagabend

  9. #9
    Avatar von Pflegestelle
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    Es mag für manchen Tagebuchleser wenig interessant sein, auf einem Video einen Hund beim Fressen zu beobachten, dennoch möchte ich festhalten, was sich innerhalb von zwei Tagen verändert hat.

    Waren es am Sonntag noch Videoaufnahmen von wenigen Sekunden, die die ersten Schritte von unserem schwarzen Männlein auf die Terrasse zeigten, dauerte Beans Aufenthalt heute Morgen durchgängig ZWEI VOLLE MINUTEN!!!!!!!

    Obwohl unser Böhnchen sehr gesittet seinen Napf leert und wahrlich nicht im Freien gefüttert werden müsste, ist die gefüllte Futterschüssel doch ein gutes Zugpferd, um sich nach draußen zu trauen.


    https://youtu.be/dIAbFnYjlpQ


    Na, was soll das denn werden? Immerhin riechen die Tannenzweige gut.





    Seine vierbeinigen Mitbewohner kommen immer wieder in seine Nähe und wollen ihm sagen: "Hier tut dir keiner etwas Böses an."








  10. #10
    Avatar von Pflegestelle
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    Am Freitag setzte nicht nur in der Natur Tauwetter ein und ließ den Raureif schmelzen, sondern auch in Beans Innerstem begann sich wieder eine Angstschicht aufzulösen. Schon viel munterer marschierte unser schwarzes Männlein in der Wohnung umher und musste viel weniger seine "Schutzburg" hinter dem Sessel aufsuchen. Und am Samstag kam der große Durchbruch: Bean ließ sich auf den Rasen locken!!!!

    Und das nicht nur ein einziges Mal, sondern mehrfach hintereinander wagte er sich auf den grünen Untergrund. Nach so langer Zeit können wir nun mit großer Freude ein Video von Bean außerhalb unseres Wohnzimmers zeigen. Wir sind so stolz, dass unser sensibler Schwarzer diesen Schritt geschafft hat.




    https://youtu.be/S6hPCy-QKLU


    Bezüglich der Adventsdekoration können wir nur schreiben: Es war einmal..........
    Ich war das ganz bestimmt nicht.







    Bei Besuchern in unserem Haus wirkt Bean auch gar nicht mehr so ängstlich. Wenn man ganz behutsam auf ihn zugeht, bleibt er auf seiner Decke liegen und nimmt sogar manchen feinen Happen aus der Hand der Gäste. Weil unsere Besucher sehr hundeerfahrene Menschen sind und Bean in keinster Form überforderten, ließ Bean es sogar zu, dass er ganz lange gestreichelt werden durfte. Oh, welch ein Herzensbrecher!!!!

    Unser Böhnchen scheint auch Kindern gegenüber sehr aufgeschlossen zu sein, denn der sechsjährige Junge durfte auch ganz nah heran und seine Hand über Beans Fell gleiten lassen.

  11. #11
    Avatar von Pflegestelle
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    Nachdem sich jetzt zunehmend meine Lebensgeister regen und ich unternehmungslustiger werde, ist mein Pflegefrauchen der Meinung, dass ich es mit dem Tagebuchschreiben doch mal selbst probieren sollte.
    Mein Pflegefrauchen hat mir bereits verraten, dass ich schon so einige Fans unter den Tagebuchlesern habe, die sich an meiner Entwicklung interessieren.


    Dann lege ich mal los:

    Heute Vormittag wurde mein Sammellager hinter dem Cochtisch geräumt, weil alles gereinigt werden sollte. Davon bin ich nicht so begeistert. Ich liebe es zwischen Tausenden von Papierschnipseln, geklauten Tüchern, Tannenzweigen, dicken Kordeln und Schuhen zu liegen. Mein Pflegefrauchen ist der Ansicht, dass man es besser unterlassen sollte, von diesem Chaos und mir natürlich zwischen drin, Bilder zu machen und sie im Tagebuch zu veröffentlichen.
    Im Moment belasssen wir es so, aber glaubt mir, es dauert nicht lange, bis ich alles wieder herbeigeschleppt habe.

    Wenn ich auch sonst noch schreckhaft bin, das Geräusch des Staubsaugers lässt mich völlig kalt, selbst wenn es sich meiner Lieblingsecke nähert.
    Das blaue Monstrum darf nur nicht zu schnell bewegt werden, aber mein Pflegefrauchen hat das schon kapiert und legt in meinem Umfeld einen langsameren Gang ein.



    Stellt euch mal vor, heute rannte ich "ganz aus Versehen" meinem blonden Pflegekumpel hinterher und hinaus auf die Terrasse. Meine schwarze Pflegeschwester hatte nämlich laut im Garten gebellt. Aber noch auf der Terrasse bemerkte ich meinen "unüberlegten Schritt" und machte kehrt. Oh weh, wenn mir das nun häufiger passiert.


    Und jetzt noch die letzte Nachricht des Tages:

    Heute Vormittag stand plötzlich ein fremder Mann vor der Terrassentür und schaute herein. Keine Bange, es war kein Einbrecher, sondern unser Heizöllieferant. Dieser interessiert sich immer brennend dafür, was sich hier im Hause in Sachen vierbeiniger Fellnasen tut, und wollte mich natürlich auch sehen. Ich wurde auf einmal ganz mutig und bellte viermal kräftig. Da könnte ja jeder kommen und uns beobachten!!!!
    Ich übe also schon, mein Revier zu verteidigen und kund zu tun, wenn Fremde draußen stehen.


    Jetzt widme ich mich wieder der Beschaffung von neuem Material, denn ich muss meine Lagerbestände auffüllen.

  12. #12
    Avatar von Pflegestelle
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  13. #13
    Avatar von Pflegestelle
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    Fortschritt Fortschritt Fortschritt Fortschrittt JUHUHUHU!!!!!!!


    Gerade eben habe ich es zum ersten Mal in Etappen und mit immer wieder neuem Anlauf geschafft, auf den Gartenwegen und über den Rasen um das ganze Haus herumzugehen. Natürlich musste immer etwas essbarer Nachschub geliefert werden und der Vorrat war hinterher fast aufgebraucht. Tja, so hart muss man sich hier sein "Brot" verdienen. Und die Abendration wird auch etwas gekürzt, da ich tagsüber immer öfter den Leckerli - Spuren im Garten folgen soll.

    Also, ganz so schlimm, wie ich mir meine erste Hausumrundung vorgestellt habe, war es vielleicht doch nicht.

    Immerhin dauerte unsere Übungszeit dennoch fast eine Stunde. Mein Pflegefrauchen war hinterher ganz durchgefroren und Videoaufnahmen konnten auch nicht gemacht werden, weil die Hände ja immer zum Ausstreuen der Leckerlis gebraucht wurden. Aber ich verspreche euch, dass ich meinen Rundgang bald in kürzerer Zeit und mit weniger Leckerlis absolviere, damit ihr mich hier wieder auf einem Video sehen könnt.

    Bis zum nächsten Mal liebe Grüße und drückt mir die Daumen, dass ich nach meinen Gartenausflügen auch immer wieder ins Haus darf.

  14. #14
    Avatar von Pflegestelle
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    Trotz heftigen Regens kannte mein Pflegefrauchen heute kein Erbarmen und lockte mich auf die Terrasse, um mit mir wieder eine Trainingseinheit im Garten durchzuführen.

    Ich muss euch sagen, es geht jetzt alles schon wieder ein kleines bisschen entspannter und meine Kreise, die ich im Garten ziehe, werden etwas größer. Außerdem musste ich mir heute, während wir draußen waren, nur ein einziges Mal ein Schlupfloch ins Haus suchen.

    Das ist immer noch die Terrassentür. Durch die geöffnete Haustüre rein oder raus zu gehen, traue ich mich noch nicht.

    Viel Spaß beim Ansehen der Videos und ein schönes Adventswochenende wünscht euch Bean


    https://youtu.be/yCAjVL-9iK4


    https://youtu.be/3YdCEOp2ksQ

  15. #15
    Avatar von Pflegestelle
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    Einzeltraining ab sofort nicht mehr erforderlich!!!!!!!


    Premiere

    Zum allerersten Mal war ich heute zusammen mit den anderen beiden Wuffels auf Leckerli-Suche im Garten. Eigentlich hatte ich ja ständig die Gelegenheit mit nach draußen zu gehen, aber immer wieder verließ mich mein Mut an der Terrassentür. Heute Morgen dachte ich mir: Der frühe Vogel frisst den Wurm - und wir Vierbeiner die Leckerlis.

    Ich war schon im Garten, bevor die anderen beiden angestürmt kamen, um mir dann sogleich fleißig bei der Suche nach Essbarem zu helfen.

    Sehr verwundert musste ich feststellen, dass diese Tätigkeit zu dritt viel mehr Spaß macht und ich durchaus nicht um meine Futtermenge bangen muss.


    https://youtu.be/P_D_ocwXkBw

  16. #16
    Avatar von Pflegestelle
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    Bean wünscht euch allen einen schönen vierten Adventssonntag.

    https://youtu.be/kmrEiVdqXck

  17. #17
    Avatar von Pflegestelle
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    Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich erfahren, was Weihnachten ist und wie es in einem warmen Zuhause gefeiert wird.
    Das Aufstellen des Weihnachtsbaumes war für mich sehr interessant, auch beim Schmücken schaute ich aufmerksam zu. Im Gegensatz zu der Adventsdekoration, die mir ja geradezu vor der Nase präsentiert wurde und deshalb nicht lange überlebte, nahm der Weihnachtsbaum keinen Schaden und wurde von mir auch nicht befeuchtet. Gut, -- dass zwischenzeitlich einige Nadeln auf den Fußboden rieseln --, hat mit mir nichts zu tun.

    Geschenke gab es für uns Vierbeiner natürlich auch, sowohl ich "kaubarer" als auch in "flausichiger"Ausgabe. Letztere waren eigentlich nicht zum Kauen gedacht, ließen sich aber prima zwischen Zähne und Pfoten nehmen und auf ihre Reißfestigkeit überprüfen. Leider besteht das Kuscheltier jetzt nur noch aus einer "Hülle", die Füllung verteilte sich aus unerklärlichen Gründen im ganzen Raum.

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    Dass über die Weihnachtsfeiertage auf einmal viel mehr Menschen im Haus waren, fand ich zunächst nicht so toll. Aber mit jedem Tag fiel es mir leichter, aus meiner "Versenkung" zu kommen und mir die Zweibeiner genauer zu betrachten. Trotzdem hielt ich meist noch Abstand,........außer bei der Tochter meiner Pflegis. Diese durfte mich nach einigen Tagen streicheln und ihre täglichen Massagen taten mir soooo gut, selbst bei den Bürstenmassagen hielt ich vollkommen still. Leider musste die Tochter schon wieder abreisen, aber das Wohlfühlprogramm geht weiter.


    Dann darf ich auch nicht vergessen, euch mitzuzuteilen, dass ich jetzt ganz oft im Garten bin und viel mehr Zeit zum Schnüffeln und Herumlaufen habe, weil ich nicht mehr ständig prüfen muss, ob von irgendwoher Gefahr droht.

    Außerdem schaffe ich es seit zwei Tagen --- ohne langes Überlegen und ohne unzählige Runden um den Wohnzimmertisch zu drehen --- durch die Terrassentür zu springen.

    Aber stellt euch vor, jetzt werde ich immer wieder "vor die Tür" geschickt, um meine dringenden Bedürfnisse draußen zu erledigen. Dabei war es für mich überhaupt nicht furchterregend, wenn mein Pflegefrauchen mit Schrubber, Eimer und Lappen anrückte.

    Gerade ist Weihnachten vorbei und jetzt wird schon über Silvester gesprochen. Meine Pflegis hoffen, dass ich das laute Knallen der Feuerwerkskörper einigermaßen unbeschadet überstehe.
    Vielleicht muss ich mir einfach ein Beispiel an meiner schwarzen vierbeinigen Beschützerin nehmen. Ich werde euch berichten, noch weiß ich ja gar nicht, was da morgen Abend auf uns zurollt.

    In diesem Jahr melde ich mich hier nicht mehr, aber 2020 könnt ihr Neues in meinem Tagebuch lesen.
    Einen guten Rutsch und alles Gute für das Neue Jahr

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    Geändert von Pflegestelle (31.12.2019 um 12:22 Uhr)

  18. #18
    Avatar von Pflegestelle
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    Oh je, wo bleiben meine guten Vorsätze für das Jahr 2020???

    Ich hatte ja versprochen, mich im neuen Jahr wieder zu melden. Dies erledige ich jetzt gleich, bevor der erste Monat des Jahres wieder zu Ende ist. Pfote drauf!!!

    A propos Pfote: Schaut euch mal ganz genau meine Vorderbeine und Pfoten an. Mein Pflegefrauchen ist ganz fasziniert von meinem krausen Haar und den großen Pfoten.

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    Also der Reihe nach:

    Die Silvesterknallerei gehört ja schon zu den "alten Karamellen". Ganz gelassen lag ich am Silversterabend auf meiner Decke und musste überhaupt nicht bellen. Das Radio lief etwas lauter als normal, unsere Gäste unterhielten sich angeregt und die anderen Vierbeiner verzogen sich unter den Esstisch.

    Am nächsten Morgen rannte ich im Gegensatz zu meinem blonden Pflegebruder gleich mutig in den Garten hinaus. Ja, ihr habt richtig gelesen: mutig!!!!!! Mittlerweile gehört der Garten zu einem meiner liebsten Aufenthaltsplätzen. Kaum wird die Tür geöffnet, bin ich auch schon draußen.

    (Ich musss euch aber gestehen, es ist immer noch die Terrassentür. In den Flur und durch die Haustüre gehe ich nicht.)




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    In meiner Lieblingsecke war ich auch mal wieder tätig. Hatte doch glücklicherweise mein blonder Pflegebruder vergessen, sein Weihnachtsgeschenk vor dem Spaziergang in Sicherheit zu bringen. Irgendwie muss man ja die Zeit überbrücken, bis alle wieder vom Spaziergang zurückkommen.

    (Ein weiteres Geständnis: Ich lasse mir noch kein Hundegeschirr anlegen oder mich gar an die Leine nehmen. Wenn ich festgehalten werde, ruft das in mir immer noch panische Angst hervor. Aber ohne Leine kann und darf ich nun mal nicht mit zum Spaziergang. Aber die vielen Runden, die ich jeden Tag ums Haus renne, bedeuten für mich schon eine große Freiheit nach zwei Jahren Zwingerdasein.)




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    Seit vielen Wochen befasse ich mich täglich mit Werbeprospekten aller Art. Nun dachte ich mir, es muss ja nicht nur Reklame sein, "Reclam" hört sich doch fast genau so an. Und deshalb musste der "Reclams Schauspielführer" eben daran glauben. Mein Pflegeherrchen entdeckte mich beim eingehenden Studium des Buches, als ich mich gerade in Goethes Faust "festgefressen" hatte. Außerdem weiß ich jetzt, was ein in Leinen gebundenes Buch ist. Seht ihr den gelben Stofffetzen neben meiner Pfote? Das war ein Teil des Buchumschlages - eben der Leineneinband. Im Übrigen trifft mich bei der ganzen Sache ja nicht die geringste Schuld: Warum musste mein Pflegefrauchen dieses Buch ausgerechnet auf der äußersten Kante des Schrankes ablegen?




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    Meine kleinen Schandtaten werden mir hier gleich verziehen, denn ich bin absolut kein Zeitgenosse, der darauf aus ist, Dinge zu zerstören. Aber etwas Abwechslung tut schon hin und wieder gut.

    In diesem Sinne und bis zum nächsten Mal hier in meinem Tagebuch
    Bean
    Geändert von Pflegestelle (19.01.2020 um 21:42 Uhr)

  19. #19
    Avatar von Pflegestelle
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    9.11.2019 ----------- 9.12.2019 ----------- 9.01.2020 ----------- 9.02.2020

    Was sollen diese Zahlen?

    Ich werde es euch gleich erklären: Meine Ankunft hier in meiner Pflegestelle war am 9. November 2019 und heute haben wir den 9. Februar 2020, das heißt, ich bin jetzt schon seit einem Vierteljahr meinem schrecklichen Zwingerdasein und Eingesperrtsein entkommen. In meiner Pflegestelle durfte ich mich so, wie ich es mir selbst zutraute, nach und nach entfalten. Und wenn ich die Bilder und Videos vom November und Dezember mit den jetzigen vergleiche, bin ich doch schon mit vielem Neuen vertraut. Mancher von euch wird vielleicht denken: "Das soll etwas Besonderes sein???? Meine Hunde konnten dies alles gleich vom ersten Tag an." Ich, das schwarze Böhnchen, falle im Vergleich zu anderen Neuankömmlingen etwas "aus dem Rahmen", aber nur in Bezug auf meine Ängstlichkeit!!!! Denn ich bin ein so liebenswertes Geschöpf und das gibt mir meine Pflegefamilie täglich zu verstehen.

    Ich kann jetzt schon in einigen Bereichen zeigen, dass ich mich freue. Zum Beispiel weiß ich, dass wir Fellnasen gleich nach dem Frühstück der Zweibeiner mit unserer Morgenmahlzeit an der Reihe sind. Da stehen wir natürlich gleich parat und während unsere Näpfe gerichtet werden, laufe ich schon ganz aufgeregt und schwanzwedelnd umher.

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    Nachdem ich meine Gartenrunden gedreht habe, komme ich ohne Aufforderung wieder zurück ins Zimmer und stelle mich mit schräg geneigtem Kopf vor das Gefäß mit den Leckerlis, denn eine Belohnung muss einfach sein.


    Meine Hemmungen, in den Flur zu gehen, habe ich auch schon abgelegt. Jeden Tag, wenn es zum Spaziergang geht - leider immer noch ohne mich, ihr wisst ja von meiner Angst vor Hundegeschirr und Leine - legt mir mein Pflegefrauchen ein Stück Rinderkopfhaut in den Flur. Anfangs blieb dieses leckere Stückchen noch unberührt an der Stelle, wo es hingelegt wurde, aber jetzt laufe ich hin, hole es mir und schwups verschwinde ich damit in meiner Ecke. Besonders nachts, wenn alle schlafen, mache ich mich immer wieder auf den Weg, um die dort im Flur abgelegten Spielsachen in mein Versteck zu schleppen. Jetzt muss ich aber noch eine Sache verraten. Mein Pflegeherrchen hatte abends seine neuen Schuhe im Flur abgestellt. Diese waren natürlich besonders interessant. Also schleppte ich sie ebenfalls in mein Versteck und knabberte einen Schuh etwas an. Ganz ungebraucht sieht dieser Schuh nun nicht mehr auch, aber der Schuster konnte doch noch einiges daran retten. Soviel zum Thema: Flur!!! Leider stehen jetzt nur noch etwas ältere Schuhmodelle dort.

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    Ich kann auch schon wunderbar Verstecken spielen!!!! Immer wieder versucht mein Pflegefrauchen mich im Garten zu fotografieren. Aber ich kann dieses Smartphone überhaupt nicht leiden!!! Ich ahne schon im voraus, wo der Standort mit dem Smartphone ist und drehe deshalb rechtzeitig ab. Dennoch gelang es, mich das eine oder andere Mal auf Video festzuhalten. Aber dann sause ich so schnell wie Speedy Gonzales und in zwei Sekunden ist von mir nichts mehr zu sehen, weil ich auf die andere Hausseite laufe. Sobald das Smartphone dort auftaucht, bin ich auch schon wieder um die Hausecke verschwunden. In mir steckt eben ein schlauer Fuchs.

    https://youtu.be/iyga6_vNdLA

    https://youtu.be/kVGz90gCTyQ

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    In dieser Woche war wieder einmal intensive Fellpflege angesagt, denn meine feinen schwarzen Haare verteilten sich stündlich über den ganzen Fußboden. Labradoodles haaren angeblich nicht, das scheint ein weit verbreiteter Irrglaube zu sein. Schaut euch das Bild an. Unter dieser Haarpracht ist übrigens kein Hund versteckt.

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    Über weitere Entwicklungsschritte werde ich euch demnächst informieren, für heute lassen wir es gut sein. Liebe Grüße von dem schwarzen Böhnchen

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  20. #20
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  21. #21
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    "Reise um die Erde in achtzig Tagen" lautet der Titel des Romans von Jules Verne


    "In achtzig Tagen um die Welt" lautet der Titel eines Abenteuer-Spielfilms


    "Nach hundert Tagen durch die Haustüre" lautet die neue Nachricht von Bean


    Tatsächlich habe ich es in der letzten Woche ( wie oben schon erwähnt nach hundert Tagen hier in meiner Pflegestelle) zum ersten Mal gewagt, durch die offenstehende Haustüre nach draußen zu gehen. Zuerst noch etwas zögerlich, aber nachdem ich zwei Tage geübt hatte, war alles kein Problem mehr für mich. Mittlerweile stehe ich gleich in den Startlöchern, wenn ich merke, dass wir Vierbeiner raus in den Hof und Garten dürfen. Manchmal nehme ich schon im Wohnzimmer Anlauf, sause durch den Flur und durch die geöffnete Haustüre.

    Es erschreckt mich auch nicht mehr, wenn an der Haustüre einer meiner Pflegis steht. "Augen zu und durch" - ist meine neue Devise.


    Das Bild ist leider unscharf, da wir Fellnasen gerade unseren Turbo eingeschaltet haben.

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    Frühsport betreibe ich auch regelmäßig. Ihr solltet mich mal sehen, mit welcher Geschwindigkeit ich meine zahlreichen Runden um das Haus drehe. Mein Pflegefrauchen sieht vom Zimmer aus immer einen schwarzen Schatten an den Fenstern vorbeihuschen und zählt manchmal lachend meine Runden. Meine Zweibeiner sind überaus glücklich darüber, dass ich mit so viel Lebensfreude jeden neuen Tag beginne.

    https://youtu.be/HCVmMR5fN2c

    https://youtu.be/I_TKymgFEFg

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    Weniger Lebensfreude zeige ich, wenn ich die Leine sehe. Von Leinenführigkeit kann da keine Rede sein. Immerhin lasse ich es zu, dass die Leine an meinem Halsband befestigt wird. Bei dieser Aktion versuche ich jetzt schon nicht mehr zu flüchten und muss auch nicht mehr vor Angst zittern. Aber mich mit der Leine führen zu lassen, ist bisher fehlgeschlagen. Mein Pflegefrauchen gibt aber die Hoffnung nicht auf. Mehrmals täglich wird versucht, mich an der Leine aus meiner Ecke herauszuführen. Bestimmt schaffe ich diese Hürde auch bald.

    https://youtu.be/NPNoxH6P4zI



    Heute waren wir alle über zwei Stunden lang im Garten und ich half die abgeschnittenen Zweige zu zerkleinern. Danach gab es einen gut gefüllten Napf und jetzt bin ich vom vielen Arbeiten und Umherrrennen ganz müde.

  22. #22
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    Nachdem das Video beim letzten Tagebucheintrag meinen innerlichen Kampf mit der Leine zeigt und mich gar nicht glücklich aussehen lässt, möchte ich euch heute einige Bilder zeigen, wie ich mich ohne Leine fühle. Also Leinen los - und ich komme richtig in Fahrt.

    Ein schwarzer Schatten huscht in früher Morgenstunde vorbei.

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    Die nächste Runde kann eingeläutet werden.

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    Und weiter geht es!!!!!

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    Ich genieße es, wenn mein Fell gebürstet wird.

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    Mit meinen Pflegegeschwistern verstehe ich mich prima und ich suche jetzt von mir aus immer öfter ihre Nähe. Könnt ihr auf diesem Bild erkennen, welche Körperteile zu welchem Hund gehören.

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  23. #23
    Avatar von Pflegestelle
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    Jede Medaille hat zwei Seiten!!!

    Wurde hier immer wieder von mir als dem Angstbübchen geschrieben, möchte ich einfach heute mal die Medaille umdrehen und euch allen ganz viel Mut zusprechen. Bestimmt macht den allermeisten Menschen die augenblickliche Situation bezüglich des Corona-Virus große Sorgen. Die angeordneten Beschränkungen müssen eingehalten werden und in diesem Zusammenhang hört man immer wieder "häusliche Quarantäne".

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    Ich, der schwarze Labradoodle Bean, war dieser Anordnung weit voraus, denn ich praktiziere diese häusliche Quarantäne schon seit einigen Monaten - zwar nicht wegen des Virus, sondern .... ihr wisst es schon aus meinen früheren Tagebucheinträgen. Und ich muss euch sagen, dass ich diese Zeit bisher unbeschadet überstanden habe. Das wünsche ich euch allen auch von ganzem Herzen. Bleibt gesund, damit ihr uns Vierbeiner weiter an eurer Seite haben könnt. Wir Fellnasen helfen euch über diese schwierige Zeit - so gut es geht - hinweg und bieten euch ein kuschliges Tages- und Abendprogramm. Ist es nicht eine wunderbare Ablenkung von den aktuellen Nachrichten und die totale Entspannung, wenn ihr mit der Hand über unseren Rücken streifen dürft?

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    Meine eigene häusliche Quarantäne nutze ich weiterhin, um mein jetziges Umfeld in Augenschein zu nehmen. Vieles wird für mich immer selbstverständlicher, aber vieles muss ich mir auch noch aneignen. Momentan übe ich mit meinen Pflegis immer noch das Hereinkommen durch die Haustüre. Raus gehe ich wie ein geölter Blitz, aber das wisst ihr ja bereits. Zum Holen von Leckerlis komme ich manchmal von draußen in den Flur, aber dann drehe ich schnell wieder ab, laufe zu meiner Terrassentür und warte dort auf Einlass.

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    Anfassen lasse ich mich nach wie vor nur in meiner vertrauten Ecke. Meinem Pflegeherrchen hänge ich regelrecht an den Fersen, wenn die Gartenrunden gedreht werden. Schließlich hat er immer Leckerlis in seiner Jackentasche. Ansonsten halte ich stets noch einen gewissen Sicherheitsabstand ein und ein "Fluchtweg" muss für mich immer frei sein, damit ich nicht in Panik gerate.

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    Alle guten Wünsche von Bean und seiner Pflegefamilie

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